In deutschen Nachrichtensendungen werden Emotionen immer mehr zum Ersatz für echte Nachrichten, nicht einmal die öffentlich-rechtlichen Sender schrecken nun mehr davor zurück völlig überraschte und mit suggestiven Fragen überfallene Bürger vor die Kamera zu ziehen. Dabei ist Meinung nicht gleich Information und nicht jeder, von einem “Menschen von der Straße” geäußerter Satz ist gleich eine Meinung.
Anscheinend sollen damit unspektakuläre, schlecht recherchierte Meldungen und Reportagen mit etwas subjektiver Meinung und “Bürgernähe” aufgefüllt werden. Ein paar Emotionen, ob sie nun passen oder nicht, und schon wird aus der kurzen Meldungszeile direkt eine “Story”.
Ebenso ist die reflexartige Reaktion auf bestimmte Schlüsselwörter schon fast vorhersehbar wenn Bürger zu den Steuersenkungsplänen oder gestiegenen Kosten für Bargeldabhebungen befragt werden, wozu also diese Befragung?
Das gleiche gilt für den Report einer Korrespondentin aus Neu-Delhi über die Kämpfe in Afghanistan. NEIN ein Büro auf dem gleichen Kontinent ist nicht gleich einem Augenzeugenbericht.
Wenn man keine Informationen hat sollte man die Zeit der Redakteure und Reporter eher in Hintergundberichte und Reportagen investieren als kurze Nachrichten derart aufzublähen!















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